Esposas – Handschellen der Liebe

hochzeitsschellenIn Spanien nennt man die Ehefrau „Esposa“ – im Plural „Esposas„. Wenn man diesen Begriff ins Deutsche per Wörterbuch oder Google übersetzt, erhält man (zudem) die Alternativen „Handschellen“ bzw. „Handfesseln“ genannt. Der Ehemann wird auf diese Erkenntnis spontan mit „wußt ich’s doch!“ reagieren. Typisch Mann eben.

Aber es stellt sich tatsächlich die Frage, ob die Spanier bei der Wortentwicklung „Esposas“ nicht auch das manchmal zwanghafte Verhältnis einer Ehe berücksichtigt haben. Das ist hier jetzt keinesfalls Böse gemeint. Aber Tatsache ist, dass man sich beim Eheversprechen manchen neuen Regeln unterwerfen sollte um tatsächlich „… bis dass der Tod euch scheidet“ glücklich zu sein. Zudem weiß jeder in einer Ehebeziehung lebende, dass in manchen gemeinsamen Lebensphasen die Ehe-Handschellen stärker angezogen werden. Und zwar immer dann, wenn es in der Beziehung kriselt. Ist die Ehekrise überwunden, hat man ein neues Niveau an Stabilität in der Beziehung erreicht.

Durch das Eheversprechen und unter Berücksichtigung der „Handschellen“-Systematik, erscheinen Ehering in einem ganz neuen Licht. Sind das evtl. doch nur Handschellen im Miniformat? Letztlich weisen diese ja genau auf die innige Beziehung und das Eheversprechen hin.

Etwas netter wäre es wohl von „Handschellen der Liebe“ zu sprechen. Oder von „Hochzeitsschellen“ (siehe Abbildung oben). Das klingt feierlicher.

Foto: © Andrzej Pobiedziński – sxc.hu

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