Hochzeitsbräuche rund um die Welt

Andere Länder, andere Sitten! Das ist auch bei den Hochzeitsbräuchen so, in jedem Land dieser Erde wird eine Hochzeit anders gefeiert und überall gibt es andere Bräuche. Die Brautleute hoffen überall, dass die Ehe ein Leben lang hält und deshalb werden die Rituale auch peinlich genau ausgeführt. Lesen Sie nun, was in anderen Ländern üblich ist und was die Brautpaare hier alles „veranstalten“.

Just Married

Frankreich

Bei einem französischen Hochzeitsbrauch kommen die Männer voll auf ihre Kosten. Die Braut stellt sich nämlich mitten in den Raum und lässt den Rock von ihrem Brautkleid langsam hoch. Für jeden Zentimeter bieten die Männer mehr Geld, die Frauen halten dagegen. Kommt allerdings das Strumpfband der Braut zum Vorschein, ist der Spaß vorbei. Der Höchstbietende hat das Strumpfband erworben und unter mächtigem Applaus wird es ihm zugeworfen.

Italien

Die frisch vermählten Brautleute verteilen gezuckerte Mandeln an die Hochzeitsgäste, hiermit soll das Süße und Bittere im Leben symbolisiert werden. Das Hochzeitsfest darf ruhig groß sein, alle Verwandte und Freunde werden eingeladen. Der Stil ist glamourös, es darf getanzt und bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden. In Sardinien muss das Paar gemeinsam einen Teller Suppe auslöffeln und zwar im Hause der Braut. Anschließend wird Honig gereicht, das soll baldigen Reichtum und viele süße Stunden symbolisieren. Auch der Heiratsantrag ist sehr romantisch, in Süditalien wird sogar noch ein Ständchen unter dem Fenster der zukünftigen Braut dargebracht.

Österreich

Es ist ein alter Brauch, dass die Braut am Tage der Hochzeit ein Stück ihrer Unterwäsche verkehrt herum anziehen muss. Das verwirrt die bösen Geister und sie verschwinden.

Rumänien

In diesem Land muss der Bräutigam vor der Trauung eine kleine Kletterpartie hinlegen. Der Brautkranz wird nämlich in die Krone eines hohen Baumes gehängt und der Bräutigam muss ihn holen. Dazu bilden Freunde eine menschliche Pyramide, der Bräutigam steht an erster Stelle. Hat er den Brautkranz erobert, darf er seiner zukünftigen den Brautkranz auf das Haupt setzen und die Trauung kann vollzogen werden. Nach der Zeremonie verspritzt die Braut etwas Rosenwasser auf der Schwelle zu ihrem Heim und Freunde dürfen Weizenkörner und Salz in alle Himmelsrichtungen verstreuen.

Japan

Bei einer japanischen Hochzeit darf nur der engste Familienkreis anwesend sein, die eigentliche Feier mit Verwandten und Freunden findet anschließend statt. Bei der Hochzeitszeremonie trägt die Braut einen weißen Kimono, das bedeutetet, dass sie rein in die Ehe geht. Anschließend zieht sich die Braut um und erscheint in einem Folklore-Kimono. Die Braut zieht zum Ende der Feier einen bunten Kimono an, sie muss sich also dreimal umziehen. Der Bräutigam trägt einen schwarzen Kimono, mit dem Wappen seiner Familie. Bevor die Ringe getauscht werden dürfen, muss der Bräutigam einen Eid sprechen. Er erklärt, dass er ein treuer und liebender Ehemann sein wird. Dann trinkt das frisch verheiratete Paar Sake aus einer Schale, die von einem Priester geweiht wurde. Jetzt darf gefeiert werden, japanische Hochzeiten finden oft in einem Ballsaal statt, da sehr viele Personen eingeladen werden. Zum Abschied verteilt das Brautpaar Blumen an die Gäste, als kleines „Danke Schön“ für ihr Kommen.

Mehr Infos zu dem Thema hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Hochzeitsbrauch

Foto: Dsnap / www.sxc.hu

Das könnte Sie auch interessieren:

Comments are closed.