Hochzeitsprogramm

Es heißt, im doppelten Wortsinne peinlich genau zu organisieren würde Spontaneität abtöten. Während einer Hochzeitsfeier zeigt sich aber hin und wieder der Sinn guter Planung. Hochzeitsgäste und programmverantwortliche Trauzeugen werden es danken, wenn der Ablauf des „schönsten Tages“ möglichst gut geplant ist. Dabei kommt es weniger auf möglichst umfangreiche Projektpläne als präzise Absprachen an. Der feste Termin beim Standesamt, der Beginn der kirchlichen Zeremonie und das Eintreffen der Gäste bei der Hochzeitsfeier sind die Rahmendaten, die Sie mit den jeweiligen Hausherren (Beamter, Pastorin, Wirt) koordinieren müssen. Wie bei einer Website gibt es dann zu den Punkten Untermenüs. Macht der Hochzeitsfotograf Ihr Familienbild nach der standesamtlichen Trauung oder mit dem Kirchenportal im Hintergrund – und darf er in der Kirche fotografieren? Welcher Ort eignet sich am besten für welche traditionellen Hochzeitbräuche? Auch logistische Fragen sind ein zentraler Bestandteil ihres Hochzeitsprogramms. Beispielsweise: Hat jeder Gast Anfahrt- und Parkskizzen erhalten?

Punkt Eins: Kommunikation – das Hochzeitsprogramm

Der Blick auf die Gästeliste ist ein wichtiges Kriterium bei der Planung des Hochzeitsprogramms. Wenn Ihr Hochzeitstag für alle ein Vergnügen werden soll, müssen Sie auch für jeden etwas bieten. Das Unterhaltungsprogramm sollte sich abwechseln mit Gelegenheiten, sich zu unterhalten. Spiele und Bräuche halten die Feier in Gang, sollen aber vor allem Spaß machen und niemanden unter Druck setzen. Das Essen und die Reden müssen in der Waage bleiben – eine Rednerliste garantiert das. Meistens ist ein gesondertes Kinderunterhaltungsprogramm mit vielen Spielen sinnvoll, damit die Kurzen auf ihre Kosten kommen und nicht alle Eltern spätestens nach zwei Stunden genervt mit quengelnden Kindern Ihre Hochzeitsfeier verlassen müssen.

Am allerwichtigsten aber sind die unverplanten Pufferzeiten, denn nur weniges ist langweiliger als das zwanghafte Durchwinken möglichst vieler Programmpunkte. Mit dieser Prämisse ist gut – das heißt: nicht pedantisch – geplant schon halb geheiratet.